Wie kommt die Kernbohrung durch eine dicke Ziegel- oder Natursteinwand?
Die Bohrung ist klein. Die Installationsanleitung von Mitsubishi Electric für die Serie MSZ-LN nennt 65 mm Durchmesser. Außen soll die Bohrung 5 bis 7 mm tiefer liegen als innen, damit Wasser nach draußen läuft. In die Bohrung kommt eine Wanddurchbruchhülse, der Spalt wird mit Dichtmasse geschlossen. Das schützt das Mauerwerk vor Feuchtigkeit. Liegt Metall in der Wand, verlangt die Anleitung eine mindestens 20 mm dicke, chemisch behandelte Holzzwischenlage oder 7 bis 8 Lagen Vinylband um die Leitung. Bei normalem Mauerwerk ist die Bohrung nach einem Online-Kostenratgeber meist im Montagepreis enthalten. Dicke Vollziegel- oder Bruchsteinwände sind im Altbau häufig. Lassen Sie Material, Wanddicke und Bohrstelle deshalb beim Vor-Ort-Termin prüfen und im Angebot festhalten.
Wie werden die Leitungen im Altbau geführt?
Zwischen Innen- und Außengerät laufen Kältemittelleitungen, ein Verbindungskabel und der Kondensatschlauch. Mitsubishi Electric schreibt vor, die Kältemittelleitungen zu ummanteln oder zu schützen, um Brandgefahr zu vermeiden. Kabel dürfen nicht zwischen Innengerät und Montagetraverse verlaufen. Zu Antennenkabeln ist mindestens 1 m Abstand einzuhalten. An der Fassade und im Raum werden die Leitungen deshalb meist in einem Kabelkanal geführt. Im Altbau lohnt ein kurzer Weg, etwa wenn das Innengerät direkt an der Außenwand hängt. Jeder Meter mehr kostet Geld und Effizienz, die Grenzen je Gerät finden Sie im Ratgeber zum Einbau. Der Kondensatschlauch braucht durchgehend Gefälle. Bei verwinkelten Grundrissen oder Stuckdecken sollte der Betrieb den Leitungsweg vorab skizzieren, damit Sie wissen, wo Kanäle sichtbar bleiben.
Hält die Altbauwand das Außengerät an einer Wandkonsole?
Das muss der Fachbetrieb prüfen. Ein Außengerät ist schwer. Das Haier-Modell Pearl mit 3,5 kW wiegt laut Datenblatt 24,5 kg, das Innengerät 8,3 kg. Mitsubishi Electric verlangt, dass der Montageort das Gewicht des Geräts sicher trägt, sonst kann es herunterfallen. In Leichtbauwänden soll die Halterung an einem tragfähigen Konstruktionselement wie einem Ständer befestigt werden. Im Altbau gibt es oft Mauerwerk mit Fugen, alte Putzschichten oder Fachwerk mit Ausfachung. Dann entscheidet der Betrieb, welche Dübel oder Anker halten. Ist die Wand ungeeignet, ist ein Bodenständer im Garten oder auf der Terrasse eine Alternative. Ein Online-Kostenratgeber nennt Wandkonsole oder Bodenständer und ein mögliches Gerüst als eigene Kostenpunkte. Lassen Sie sich die Befestigung im Angebot beschreiben.
Reicht die alte Elektroinstallation für eine Klimaanlage?
Meist braucht das Gerät eine eigene Leitung. Mitsubishi Electric schreibt für die Serie MSZ-LN einen eigenen, separat abgesicherten Stromkreis vor. Für die Modelle mit 2,5 und 3,5 kW nennt die Anleitung einen Trennschalter mit 10 A und eine dreiadrige Zuleitung mit 1,0 mm². Je nach Installationsort ist ein Fehlerstromschutzschalter zu installieren. Haier gibt für sein 3,5-kW-Außengerät ein Netzkabel mit 3 x 1,5 mm² und einen maximalen Betriebsstrom von 7,0 A an. Ein Online-Kostenratgeber erwähnt, dass oft eine Anpassung am Zählerschrank nötig ist. Ob im alten Verteiler Platz für eine neue Sicherung ist, klärt ein Elektriker vorab. Nach § 13 Abs. 2 NAV dürfen Arbeiten an der Anlage hinter der Hausanschlusssicherung nur der Netzbetreiber oder ein Installationsunternehmen ausführen, das in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist.
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Was gilt bei Fachwerkhäusern und Baudenkmalen?
Viele Fachwerkhäuser zwischen Hannover und Münster stehen unter Denkmalschutz oder liegen in einem Denkmalbereich. Dann brauchen Kernbohrung und Außengerät vorher eine Genehmigung der Denkmalbehörde. Die Einzelheiten für Niedersachsen und NRW stehen im Ratgeber zur Genehmigung. Klären Sie früh, ob das Außengerät von der Straße aus sichtbar wäre und ob ein Standort im Garten oder im Hof möglich ist. Bei Fachwerk ist außerdem wichtig, ob die Bohrung durch das Holz oder durch die Ausfachung geht. Die Abdichtung der Durchführung mit Hülse und Dichtmasse, wie sie die Herstelleranleitung vorsieht, ist hier besonders wichtig, damit keine Feuchtigkeit in die Wand zieht. Fragen Sie den Betrieb, ob er Erfahrung mit Fachwerk hat, und lassen Sie sich Fotos ähnlicher Einbauten zeigen.


